Astrologie

Das Wort „Astrologie“ hat einen griechischen Wortstamm und setzt sich aus den Begriffen „Astron“ und „logos“ zusammen. Astron kann man mit Stern übersetzen und Logos mit Geist, Vernunft, Sinne oder Lehre. Und das ist es auch. Eine Lehre! Eine Lehre voller Zeichen und Symbole. Welche, in der Kombination untereinander, die Zusammenhänge zwischen unserem Sonnensystem und dem Verhalten der Menschen beschreibt. Wichtig ist hierbei das Wort „Zusammenhang“. Es geht hierbei nämlich nicht, wie manchmal irrtümlich geglaubt wird, um eine Beeinflussung der Sterne auf unser Leben. Sondern darum, dass man am Sternenhimmel wie auf einer Anzeigetafel ablesen kann, welche Schwingungen und Stimmungen zu welcher Zeit im Kosmos und auf der Erde herrschen. Und aus denen wiederum kann man dann Rückschlüsse auf das Verhalten der Menschen oder den Verlauf bestimmter Situationen ziehen. Allerdings ist es nicht möglich, konkrete Ereignisse oder Handlungsabläufe vorherzusagen.

Der Mensch entscheidet immer noch selbst, welchen der verschiedenen Wege er gehen will, die ihm anhand dieses uralten und millionenfach erprobten Wissensschatzes berechnet und erklärt werden können. Die Sternenkunde ist in ihren verschiedenen Ausprägungen über die ganze Welt verteilt. So gibt es beispielsweise auch eine indische, arabische oder chinesische Astrologie. Jede ist vom Aufbau, den Symbolen oder Zeichen her ein bisschen anders, aber in ihren Kernaussagen stimmen sie dennoch überein!

Die Astrologie kann man als Lebenskunst sehen, deren Ausübung von Verstand und Intuition gleichermaßen geprägt ist. Sie ist mit einer Schatztruhe vergleichbar, deren wertvoller und niemals weniger werdender Inhalt den Menschen bereichern, vervollständigen, beleben und sein Leben in eine positive Richtung verändern kann. Und nicht nur das eigene, auch das Umfeld profitiert von den Veränderungen, die dank der Weisheiten der astrologischen Sternendeutung für jeden Menschen möglich sind. Wer möchte, kann die Astrologie auch als Karteikasten voll uraltem, teilweise mystischen Wissen betrachten, für dessen Enstehung man keine Erklärung hat, das aber dennoch immer wieder zeigt, wie ehrlich, klar und richtig es ist. Es ist ein Wissen, mit welchem die Charakterzüge, Merkmale, Talente, Konflikte und Grundbedürfnisse eines jeden Menschen in einem strukturierten und ordentlichen System zu finden sind. Wobei es nicht darum geht, Menschen durch irgendwelche Kernaussagen wie „Der Schütze ist ein Optimist“ in Schubladen zu stopfen oder zu katalogisieren. Nein. Der tiefere Sinn und das höhere Wissen der Astrologie bieten genug Raum und Platz für alle Menschen. Und damit auch für alle ihre vielfältigen Ausdruckformen.

 

All das, was einen Menschen ausmacht oder ausmachen kann, ist an der Stellung der Gestirne zum Zeitpunkt seiner Geburt ablesbar. Jedes Himmelsbild kann mit Hilfe der Astrologie berechnet werden, vorausgesetzt, man hat die genauen Daten bzgl. Zeit und Ort vorliegen. Man nennt die graphische Darstellung der Planetenkonstellation Horoskop, was übersetzt so viel wie „Stundenschau“ bedeutet. Das Horoskop, welches anhand genauer Geburtsdaten erstellt wird, nennt man Geburtshoroskop oder Radix. Und aus einem solchen Horoskop kann ein Astrologe dann in umfassender Weise sämtliche Tendenzen, Neigungen oder auch Hinweise für ein mehr oder weniger entwicklungsfähiges Potential in Bezug auf Liebe, Beruf, Finanzen etc. herauslesen.  

Von der Kunst der Sternendeutung und der damit einhergehenden Erstellung und Deutung eines Horoskops ist der tatsächliche Zeitpunkt der Enstehung nicht bekannt. Klar ist nur, dass sie in den Jahrtausenden ihrer Überlieferung an Aktualität nicht verloren hat. Bis vor wenigen Jahrhunderten wurde sie allerding überwiegend nur in Bezug auf die Allgemeinheit angewandt. Der Mensch als Indidivduum hat seinen Einzug in die Astrologie so richtig erst durch die Technologisierung der heutigen Welt erhalten. Die persönliche, astrologische Beratung und die damit einhergehende Auseinandersetzung mit dem eigenen Geburtshoroskop waren zuvor aufgrund der aufwendigen und komplexen Berechung nur ganz wenigen Privilegierten vorbehalten. Heute genügt für dessen Erstellung ein Knopfdruck. Allerdings nicht für die Deutung. Hierfür braucht man Leidenschaft, Liebe und ungebremstes Interesse für die Kunst der Sternendeutung.