Partnerschaftshoroskop
Vom Partnerhoroskop soll an dieser Stelle das Partnerschaftshoroskop unterschieden werden, auch wenn es zwischen beiden Formen zu zahlreichen Überschneidungen kommt. Der wichtigste Unterschied besteht in einer Schwerpunktverschiebung. Beim Partnerhoroskop wird angezeigt, welche persönlichen Vorstellungen und Eigenschaften aus astrologischer Sicht vorhanden sind. Im Ergebnis können dann Aussagen darüber getroffen werden, welcher Partner am ehesten zu den eigenen Persönlichkeitsmerkmalen passt. Die allgemeinste Form besteht in der Gegenüberstellung der Sternzeichen – ohne Berücksichtigung des Geburtshoroskops. So werden etwa die Eigenschaften eines typischen Widders mit denen der typischen Jungfrau verglichen. Aufgezeigt werden fördernde oder hemmende Einflüsse, die in einer solchen Beziehung häufig vorzufinden sind.
Die Bestimmung des passenden Partners gehört also zu den Aufgaben der Horoskopanalyse. Beim Partnerschaftshoroskop besteht nun der Schwerpunkt darin, aus der Analyse Handlungsmöglichkeiten abzuleiten, die zu einer Verbesserung der Partnerschaft führen. Daher werden zwei Horoskope erstellt und diese in Relation zueinander gebracht. Soweit gleicht das Partnerschaftshoroskop dem Partnerhoroskop, wie wir es kennen. Steht jedoch die Partnerschaft selbst im Mittelpunkt, so können weitere Verfahren angewandt werden, etwa das Komposit (Composit) oder das Combin.
Beim Komposit werden die Partnerhoroskope nicht einfach nur einander gegenübergestellt. Zunächst wird ein neues Horoskop berechnet, für das bestimmte Durchschnittswerte berücksichtigt werden. 1+1 ergibt dann tatsächlich 3. Denn aus dem Verhältnis beider Partner zueinander ergibt sich ein Drittes, eine Fläche der Interaktion, die Aufschluss über grundlegende Aspekte der Partnerschaft ergibt. Ein Beispiel soll verdeutlichen, wie dies zu verstehen ist. Nach einer anfänglichen Phase der Verliebtheit stellen wir häufig fest, dass die Partnerschaft „schwierig“ geworden ist. Der Alltag kehrt zurück, es schleichen sich Gewohnheiten ein, wir geben uns weniger Mühe, auf den Partner einzugehen, vermissen Aufmerksamkeit oder Zärtlichkeit. Zweifel kommen hinzu, ob die Beziehung auf Dauer wirklich tragfähig ist. Und mit großem Erstaunen nehmen wir wahr, dass unser Partner sich anderen Menschen gegenüber völlig anders präsentiert. Was hat sich geändert?
Beide Partner sind dieselben geblieben. Was sich geändert hat, ist ihre Partnerschaft. Denn das Einwirken bestimmter planetarischer Einflüsse und astrologischer Merkmale schafft eine eigene Wirklichkeit, die nur für diese zwei Menschen real ist. Beide müssen daher daran arbeiten – das Komposit hilft ihnen, diese Spielfläche zu beleuchten und zu erkennen, wo Ansatzmöglichkeiten zur Verbesserung liegen. Besonders wichtig ist in diesem Fall, dass die Partner sich nicht in Schuldzuschreibungen oder Vorwürfen verlieren. Das Partnerschaftshoroskop hilft ihnen zu erkennen, dass unabhängig von ihrem sonstigen Auftreten nach außen ein gemeinsames kosmisches Feld entstanden ist. In diesem machen sich Persönlichkeitsmerkmale bemerkbar, die so nur in dieser Verbindung vorzufinden sind.
Eine zweite Möglichkeit, die Partnerschaft aus astrologischer Sicht zu analysieren, besteht darin, ein sogenanntes Combin anfertigen zu lassen. Hier werden nicht die Planeten und Achsen berücksichtigt, sondern es wird ein mittlerer Wert zu den Geburtsdaten und -orten gebildet. 1+1 wäre in diesem Fall ebenfalls 1, da das Beziehungsfeld hier nicht als Aufeinandertreffen von zwei Merkmalen gesehen wird. Stattdessen wird es als neue Einheit betrachtet, die aus dem Zusammentreffen der Persönlichkeitsmerkmale zweier Personen und Sternzeichen entsteht. Während man also das Komposit als eher analytisches Vorgehen betrachten kann, zeichnet sich das Combin als eher synthetisierendes Verfahren aus.
